Grundlagen unserer Arbeit

Gesetzliche Grundlagen

In den Bildungs- und Erziehungsempfehlungen für Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz steht: „Nach § 22 des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (SGB VIII) haben Kindertagesstätten den Auftrag, die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu fördern. Diese Aufgabe schließt neben der Betreuung von Kindern insbesondere auch deren Erziehung und Bildung ein. Kindertagesstätten haben einen eigenständigen Bildungsauftrag.“

Unser Ziel ist es, mit den Eltern eine enge Erziehungspartnerschaft zu pflegen und mit Ihnen zum Wohle des Kindes zusammen zu arbeiten.

Das beinhaltet auch, dass die Kindertagesstätte laut § 8a SGB VIII verpflichtet ist, bei Anzeichen von Kindeswohlgefährdung aufmerksam hinzuschauen und verantwortungsbewusst und professionell vorzugehen.

Geschichte der KiTa

Die Kindertagesstätte wurde 1978, damals noch Kindergarten genannt, als zweigruppige Einrichtung eröffnet. Aufgrund der stetig steigenden Kinderzahlen wurde die Kindertagesstätte in dem Zeitraum von 1979 bis 2002 unter Einbeziehung des Hauses Stein und dessen kontinuierlichen Umbaus, auf fünf Gruppen erweitert.

Inzwischen nennt sich die Einrichtung „Kindertagesstätte Kitzelstein“, die aus dem Haus Kitzel und dem Haus Stein besteht.02

In unserer Kindertagesstätte betreuen wir Kinder im Alter von zwei Jahren bis zum Schuleintritt. Wir bemühen uns in alle Richtungen so offen wie möglich zu arbeiten. Dazu gehören unter anderem die fünf sogenannten geöffneten Kindergartengruppen. Das heißt jede Gruppe besteht aus 25 Kindern, davon können 6 Kinder unter drei Jahren alt sein. Eine GruppenleiterIn und zwei MitarbeiterInnen betreuen diese Kindergartengruppe. Von den drei MitarbeiterInnen arbeitet mindestens eine ganztags.

Die GruppenmitarbeiterInnen begleiten die Kinder ihrer Gruppe bei der Eingewöhnung, beim Morgenkreis, beobachten und dokumentieren die Entwicklung der Kinder und führen die Elterngespräche.

Zusätzlich arbeiten alle MitarbeiterInnen auch gruppenübergreifend in den Funktionsräumen, im Außengelände, bei Aktivitäten, den pflegerischen Tätigkeiten, der Essens- und Schlaf­betreuung und der Sauberkeitsentwicklung.

Im Tagesablauf gibt es für die Kinder neben den wechselnden Angeboten wie z. B. Musik, Morgenkreis, Lernwerkstatt, Programm für die angehenden Schulkinder und dem Außengelände die Möglichkeit sich im Spiel frei zu entfalten. Sie wählen ihre Spielmöglichkeiten, Räume und Spielkameraden selbstständig aus und können gleichzeitig zu anderen ErzieherInnen Kontakt aufnehmen.

Zwei MitarbeiterInnen organisieren die Lernwerkstatt und das Programm für die angehenden Schulkinder (Alte Hasen) und helfen bei Bedarf im Gruppenbereich aus.

Regelmäßig bieten wir SchülerInnen, die sich entweder in einer pädagogischen Ausbildung befinden oder einfach ein Schulpraktikum zwecks Ausbildungs- und Berufsfindung machen, die Möglichkeit zu einem Praktikum an.

Im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres arbeiten, wenn möglich, jedes Jahr ein bis zwei PraktikantInnen bei uns.

Die beiden Häuser

Die beiden Häuser und die damit verbundene räumliche Trennung unserer KiTa erfordern regelmäßige Absprachen und eine gezielte Planung.

03Die Umsetzung und Durchführung wird dann häufig getrennt durchgeführt.

Das pädagogische Konzept, das von allen Erzieherinnen gemeinsam erar­beitet wurde, gilt als Grundlage für beide Häuser. Aufgrund der räumlichen und personellen Gegebenheiten kann es natürlich zu kleinen Abweichungen kommen (z.B. Situation Treppenhaus, Haus Stein).

Am Vormittag können sich Kinder aus den beiden Häusern, nach Absprache mit den ErzieherInnen, gegenseitig besuchen.

Bei der Einteilung der „Alten Hasen“ (angehende Schulkinder) und der Lernwerkstattkinder wird darauf geachtet, dass Kinder beider Häuser gemischt werden, damit sie sich untereinander besser kennenlernen und die Möglichkeit haben, neue Freundschaften zu knüpfen.

04ErzieherInnen beider Häuser bieten den Kindern an bestimmten Tagen den Bewegungsraum an. Die Kinder mischen sich gerne und genießen dieses Angebot.

Donnerstagvormittags wird in beiden Häusern getrennt der Musikkindergarten angeboten. Zum gemeinsamen Singen im Haus Kitzel treffen wir uns einmal wöchentlich morgens mit allen Kindern zum Morgenkreis und einmal monatlich mit Kindern und Eltern zum Abschlusskreis.

In unserem Außengelände sind beide Spielgelände täglich, außer bei Regen, geöffnet. Damit ist gewährleistet, dass die Kinder regelmäßig an die frische Luft kommen und entscheiden können, auf welchem Gelände sie spielen möchten.

Das Mittagessen findet im Haus Kitzel statt. Die Kinder aus beiden Häusern essen in vier Gruppen (jeweils zwei Gruppen zur gleichen Uhrzeit).

Die Betreuung der Nachmittagskinder findet, wenn es personell möglich ist, in beiden Häusern statt. In der Regel werden die jüngeren Kinder dann im Haus Stein betreut, während die älteren Kinder, aufgrund ihres erhöhten Bewegungsdranges, im Haus Kitzel spielen. Trotz der beiden räumlich getrennten Häuser legen wir großen Wert auf klare Absprachen und gemeinsame pädagogische Ziele.

Funktionsräume und Stammgruppen

Jede Gruppe hat einen sogenannten Stammgruppenraum. In diesem Raum finden die Kinder ihren Geburtstagskalender und ihre Bildungsbücher.

Gleichzeitig erfüllen diese Stammgruppenräume verschiedene Funktionen.

05Es gibt in beiden Häusern Räume in denen die Kinder ein reiches Angebot zum Hämmern, Sägen, Malen und Schneiden und dem Umgang mit Ton haben und ihre handwerklichen und künstlerischen Fähigkeiten ausprobieren können.

In anderen Räumen können sie ausgiebig Tisch- und Rollenspiele spielen, Bilderbücher betrachten und sich Bücher vorlesen lassen.

Sehr beliebt sind in beiden Häusern die Baubereiche. Kinder können mit Holzbausteinen, Lego, Glitzersteinen, Magnetbausteinen und vielem mehr bauen und experimentieren.

Haus Stein bietet im obersten Stockwerk die Lernwerkstatt, die Bibliothek und einen Raum für die angehenden Schulkinder (genannt „Alter Hasen Stall“) und die Sprachförderkinder an. Kinder ab fünf Jahren können in der Lernwerkstatt mindestens einmal in der Woche zwei Stunden experimentieren, Bücher anschauen, spielen, am Computer arbeiten und frühstücken.

Damit auch die Erzieherinnen in allen Räumen Erfahrungen sammeln können, wechseln die Stammgruppen nach fünf Wochen ihren Funktionsraum. Kinder, die auf eine ErzieherIn fixiert sind, können mit wechseln.

Nach dem Morgenkreis in diesem Raum öffnen sich die Türen und die Kinder suchen sich entsprechend ihrer Interessen ihren Funktionsraum oder werden von Erzieherinnen für die täglich laufenden Aktivitäten abgeholt.

Tagesablauf

7.30 UhrDie KiTa öffnet für alle Kinder in beiden Häusern
8.00 – 10.30 UhrOffenes Frühstück
8.00 – 9.00 UhrEmpfang
Eine Erzieherin ist Ansprechpartnerin für Kinder und Eltern zwecks Info
9.00 UhrEingangstür wird abgeschlossen
9.10 – 9.30 UhrMorgenkreis in den Stammgruppen
donnerstags gemeinsames Singen im Flur
10.00 UhrAußengelände und Naturspaziergänge
bzw. 10.30 Uhr(die Uhrzeit entscheidet sich je nach Wetterlage)
11.50 – 12.30 UhrAbholzeit für Teilzeitkinder
12.00 – 12.30 UhrMittagessen in 2 Gruppen für jüngere Kinder je nach Bedarf anschließend Schlafzeit
12.30 – 14.00 UhrEingangstür wird abgeschlossen
12.30 – 13.30 UhrMittagessen in 2 Gruppen für ältere Kinder
14.00 – 16.30 UhrTeilzeitkinder können wieder kommen
Jüngere Kinder nutzen oft das Haus Stein
Ältere Kinder bleiben im Haus Kitzel

Weitere Angebote

WöchentlichMonatlich
MusikkindergartenGemeinsames Frühstück
SprachförderungMüslifrühstück
(2 x im Monat)
LernwerkstattKinderteam
(1 bis 2 x im Monat)
Alte Hasen Programm
(Angehende Schulkinder)
Ab Okt./Nov.

Kontakte zum Ort

Da wir in jeder Beziehung offen arbeiten wollen, freuen wir uns über die verschiedenen Kontakte zu Vereinen und Bürgern in oder auch außerhalb Mommenheims.

07Dazu gehört die ortsansässige Feuerwehr, die uns regelmäßig bei Veranstaltungen wie z. B. dem Fastnachtsumzug zwecks Absperrung unterstützt. Außerdem mit Feuerwehrübungen, die in der Regel einmal im Jahr stattfinden. Bei dieser Gelegenheit können die Kinder das Feuerwehrauto besichtigen. Dadurch wird das Interesse für die Arbeit der Feuerwehr geweckt.

Ein Anliegen ist uns, generationenübergreifend zu arbeiten.

Ein Anfang wurde gemacht, indem wir jedes Jahr mit den Kindern am Frühlingsfest für Senioren teilnehmen. Zusätzlich profitieren die Kinder von Menschen, die inzwischen Rentner sind und bereitwillig ihr Wissen und ihre Erfahrungen im Bereich der Physik, der Bücher, der Natur und des Geschichtenerzählens mit den Kindern teilen.

Der Förderverein der Mommenheimer Kindertagesstätten unterstützt bei Aktionen wie z.B. Kleiderbörse und außergewöhnlichen Anschaffungen für die Einrichtungen.

Die Landfrauen helfen während der Kleiderbörse durch den Verkauf an der Kuchentheke.

Zur Grundschule besteht ein guter Kontakt. Dazu gehören der kontinuierliche Austausch mit den Lehrern und das Vorlesen der SchülerInnen, die gerne und regelmäßig kommen.

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